30. März, 2012  |  

 

Wenn Wohnungskatzen sich nicht vertragen…

Jeder ehrliche Katzenhalter mit mehr als einem Stubentiger wird es bestätigen: Katzen können sich aus menschlicher Sicht manchmal wie richtig asoziale Schlägertypen aufführen. Selbst Tiere, die jahrelang im selben Haushalt leben und sich gut verstehen, behandeln einander für unser Empfinden oft extrem rücksichtslos.

Text: Bettina von Stockfleth

Lustig ist es zum Beispiel, mit allen Vieren mal kurz auf den friedlich schlafenden Kumpel zu hopsen, damit er sich schön erschreckt. Oder es wird kurzerhand mit Klauen und Zähnen seine unter der Gardine herausragende Schwanzspitze in die Mangel genommen. Kommt es gar zum Bodenkampf, darf gerne nach Kräften mit den Hinterfüssen ins Gesicht des Kontrahenten getreten werden.

Erlaubt ist alles, was technisch machbar ist, und auch die Damenwelt übt sich auf diesem Gebiet nicht gerade in vornehmer Zurückhaltung. Von wegen Samtpfoten…

Doch wenn Verletzungen die Folge sind und die Opfer offenkundig leiden, sprich: verstört, ängstlich und mit permanentem Rückzug reagieren, ist Schluss mit lustig.

Während spielerische Raufereien bis auf einen gelegentlichen Schmerz- oder Unmutslaut stumm ablaufen, sind lautes Geschrei vor sowie während des Kampfes und «Drohgesang» bei Katern, Fauchen und Spucken der bedrohten (defensiven) Katze deutliche Merkmale einer ernsthaften Auseinandersetzung, ebenso Kampfspuren, die über herausgerissenes Fell und vereinzelte kleine Kratzer hinausgehen.

Ernsthafte Angriffe zielen primär auf Nacken, Hals und Weichteile. Hieraus resultierende Verletzungen wie tiefe Bisse im Rücken, an Flanken und Bauch sowie blutig zerkratzte Gesichter sind ein sicheres Zeichen dafür, dass die Kontrahenten ihren Gegner am liebsten beseitigen würden. Glücklicherweise kommt es selten zur Umsetzung solcher Absichten, aber den Ernst der Lage darf man keinesfalls unterschätzen.

Um potenzielle Ursachen für innerartliche Aggressionen zu erkennen und sie von Fall zu Fall einschätzen zu können, müssen wir unsere kätzischen Mitbewohner genau beobachten und ihr Verhalten richtig interpretieren. Zu diesem Zweck betrachten wir die verschiedenen Quellen von Aggressionen, die entsprechend unterschiedliche Massnahmen erfordern. (…)

Lesen Sie den ganzen Artikel von Bettina von Stockfleth im Katzen Magazin 2/2012.

Geschrieben von: Bettina von Stockfleth

Bettina von Stockfleth

Bettina von Stockfl eth absolvierte ihre Ausbildung zur Tierpsychologin bei der Schweizer Akademie für Tiernaturheilkunde (ATN). Sie arbeitet in Hamburg und Umland als Verhaltenstherapeutin für Katzen. (...)