Wenn die Katze zu viel Nähe braucht

Auf Schritt und Tritt folgt Ihnen Ihre Katze. Sie buhlt ständig um Ihre Aufmerksamkeit – so lange, bis es nervt. Wir beleuchten mögliche Ursachen und zeigen auf, was Sie tun können, um das Verhalten Ihrer Katze zu ändern.

 

Kennen Sie das auch? Sie gehen in die Küche, um sich einen Tee zu machen, und sofort schleicht die Katze um Ihre Beine. Später versuchen Sie ein Nickerchen zu machen und das Tier schnurrt direkt neben Ihnen. Sie können kaum einen Schritt gehen, ohne dass sie nicht in Ihrer Nähe ist, und wenn Sie nachts die Schlafzimmertür schliessen, um etwas Ruhe zu bekommen, trommeln Pfoten vehement Einlass fordernd von aussen an die Tür. Irgendwie ist die Katze immer zwischen Ihnen und dem, was Sie gerade lesen, essen oder tun wollen.

Die meisten mögen es gern, wenn ihre Katze schmusig ist und es sich auf dem Schoss gemütlich macht. Nach einer Weile haben die meisten Katzen jedoch genug und suchen sich eine andere Beschäftigung. Nicht so jene, um die es in diesem Artikel geht. Sie lassen nicht locker. Manche dieser extremen Fälle feliner Zuneigung werden dann selbst vom hartgesottensten Katzenfan nicht mehr toleriert, denn alles hat seine Grenzen.

Wenn Sie selbst betroffen sind, kennen Sie das bestimmt: Genau in diesem Moment schiebt sich ein kleiner neugieriger Katzenkopf zwischen Sie und das Magazin. Ein warmer kleiner Fellknäuel, der permanent auf Ihrem Schoss oder Ihrer Schulter liegt.

Zu starke Abhängigkeit der Katze von ihrer Bezugsperson schafft eine Atmosphäre, die für beide Seiten negative Auswirkungen haben kann. Die Katze kann zu schweren Depressionen neigen oder anfälliger für körperliche Erkrankungen sein. Die Halter hingegen geraten womöglich in solch eine Stress-Situation, dass ihr einziger Ausweg darin besteht, das Tier abzugeben, notfalls in ein Tierheim. Manchmal ist so ein Schicksal schon bei der Geburt des Tieres vorgezeichnet, denn bereits in den ersten Wochen werden die Weichen für das Katzenleben gestellt. Deshalb ist es auch so wichtig, dass das Katzenkind mindestens zwölf Wochen bei seiner Familie bleiben darf.

 

Sensible Präge- und Sozialisationsphase

Die Prägephase junger Katzen auf andere Spezies beginnt mit dem Öffnen der Augen, was um den neunten Tag nach der Geburt herum geschieht, und endet etwa nach der siebten Lebenswoche. Ab der neunten bis zur 16. Lebenswoche findet dann die Sozialisationsphase statt. Katzen lernen zwar durchaus das ganze Leben, dennoch werden gerade in dieser ersten Zeit die grundlegenden Verhaltensweisen und Einstellungen festgelegt. Alles, was jetzt passiert, zählt daher doppelt. Was in dieser Zeit unbekannt bleibt, kann der Katze Zeit ihres Lebens Angst bereiten. (…)

 

Den vollständigen Beitrag können Sie im KM 1/18 lesen.

 

geschrieben von:
Stefan Siegmann

Stefan Siegmann

Ein weiterer Fan der Feloidea, Stefan Siegmann, teilt seine Behausung, treu ergeben, mit mehreren Exemplaren der Gattung Felis silvestris catus. Als Autodidakt mit grossem Wissensdurst ausgestattet, beschäftigt er sich unter anderem mit den wissenschaftlichen Hintergründen dieser geheimnisvollen Spezies. Von einer Metaebene ausgehend, hinterfragt er kritisch jene bequemen Konstruktionen, aus denen wir uns die sogenannte «Realität» erschaffen.

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