14. Oktober, 2011 |
Dr. Eva-Maria Götz
Wenn die Katze Mami wird
Tipps für eine gute Geburt und die erste Zeit danach
Rund neun Wochen dauert es, bis die Babys Ihrer werdenden Katzenmama zur Welt kommen. Wenn Sie Ihre Katze gut kennen, merken Sie es in jedem Fall, denn sie verändert sich im Wesen. Oft werden Katzen extrem anhänglich und wollen einen nicht mehr aus den Augen lassen, andere scheinen eher verträumt.
Text: Dr. Eva-Maria Götz
In Grossbritannien heisst eine Zuchtkätzin ganz offiziell Queen, der Deckkater Sire. Dies spricht schon aus, dass ihr Aufmerksamheit geschenkt werden sollte. Die Kätzin hat nun eine ganze Menge Anstrengung vor sich. Deshalb ist es gut, vor allem anderen ihre speziellen Futterwünsche zu erfüllen. Dies kommt den Jungen und der Gesundheit der Mutter zugute. Vielleicht frisst sie jetzt gerne Quark oder Sauerrahm, obwohl sie vorher keine Milchprodukte mochte. Jetzt aber braucht sie das Kalzium, das darin enthalten ist. Wenn eine trächtige oder säugende Mutterkatze, die bisher nichts ausser Fertigfutter fressen wollte, nun auf einmal anfängt, Fleisch zu fressen, gekocht oder sogar roh, dann braucht sie auch das tierische Eiweiss in seiner reinen, unverarbeiteten Form, damit ihre Babys wachsen können.
Auch lernen die Jungen bereits im Mutterleib zu erkennen, welches Futter die Mutter isst. Sie werden genau dieses später bevorzugen. Bei allen bisher dahingehend untersuchten Säugetieren konnte man das inzwischen wissenschaftlich nachweisen. Es schützt die Jungen in der Phase der ersten eigenen Nahrungsaufnahme vor falschem Futter, denn in der freien Natur könnte es für sie lebensgefährlich sein.
Die werdende Mutter verändert sich
Etwa ab einer Woche vor der Geburt scheint der Bauch der Katze zum Bersten gespannt, vor allem, wenn sie viele Junge trägt, und sie bewegt sich nicht mehr so leichtfüssig. Vielleicht hat die Kätzin angefangen, in dunklen Nischen, Schubladen oder Ihrem Bett zu graben. Jetzt ist es Zeit, ihr verschiedene Geburtsplätze anzubieten: Kartons, Körbe, Höhlen oder die berühmte, offen stehende Schublade, ausstaffiert mit Lagen aus Zeitungspapier oder alten Tüchern. Vermutlich wird sie alles Material darin heftig bearbeiten und Mulden darin graben – nehmen Sie also die Pullis besser raus. (…)
Lesen Sie den ganzen Artikel von Dr. Eva-Maria Götz im Katzen Magazin 5/2011.









