Wenn der Gang aufs Kistchen zur Qual wird

Durchfall, Verstopfung, Blasenentzündung und Nierensteine – dieser Bericht ist nichts für schwache Nerven. Aber es sind Themen, über die man Bescheid wissen sollte. Erfahren Sie die wichtigsten Details zu den häufigsten Problemen, die Ihnen begegnen können, sollte Ihr liebstes Haustier einmal «Stuhlprobleme» haben.

Jeder macht ihn, manche sogar jeden Tag, aber die Wenigsten reden offen darüber – vor allem, solange alles gut läuft. Eine gute Verdauung ist durch nichts zu ersetzen. Der Darm mit seinen Abermilliarden von Zellen ist für die Gesundheit eines jeden Organismus von zentraler Bedeutung. Doch wie so oft zeigt sich der Wert eines Dinges erst, wenn nichts mehr so ist, wie es einmal war. Wenn plötzlich gar nichts mehr oder zu viel geht. Das kann dann sehr schnell zu einer speziellen Art von Problem werden, das nicht selten nur noch mithilfe eines Arztes angegangen werden kann.

Wenn zu viel läuft

Durchfall bei einer Katze, die eine Katzentoilette benutzt, ist unschwer zu erkennen. Der Kot ist von der Konsistenz her breiig, dünnflüssig bis wässrig und manchmal blutig. Die Farbe ist für gewöhnlich heller als sonst, von ocker- über senf- bis sandfarben und verbreitet dabei einen stark unangenehmen Geruch. Parasiten, unverdaute Nahrung oder auch Fremdkörper können darin zu finden sein.

Durchfall ist häufig eine natürliche Schutzreaktion und hilft dem Organismus der Katze, schädliche Stoffe schnell wieder auszuscheiden. Für Durchfall (Diarrhö) sind vielfältige Ursachen bekannt. Infektionen mit Parasiten, Viren oder Bakterien, aber auch Fremdkörper, verdorbenes oder minderwertiges Futter. Auch Vergiftungen können dazu führen, dass der Organismus das giftige Material schnellstens loswerden will. Ebenso sind Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, der Leber oder der Schilddrüse, aber auch Hormonstörungen als Durchfallursache bekannt. Futterunverträglichkeit (zum Beispiel von unverdünnter Kuhmilch), Futtermittelallergien, Entzündungen des Darms ohne Infektion, ein Tumor, und – so banal wie wirksam – grosse Angst und Nervosität sind weitere mögliche Auslöser für Durchfall.

Wenn Sie Anzeichen für Durchfall entdecken, ist Aufmerksamkeit gefragt. Ist nur eine Katze betroffen oder mehrere? War es ein einmaliges Ereignis oder taucht es an mehreren Tagen hintereinander auf? Hat eine Katze länger andauernden Durchfall, empfiehlt es sich, das Tier dem Veterinär vorzustellen. Vergessen Sie nicht, eine kleine Stuhlprobe mitzunehmen, da diese für die Ermittlung der Ursache erforderlich sein kann.

 

Was tun?

Da das Tier bei starkem Durchfall viel Flüssigkeit verliert und damit auch wichtige Nährstoffe, besteht die Behandlung zunächst darin, diesen Mangel schnellstmöglich auszugleichen. Die Gabe von viel zusätzlicher Flüssigkeit, eventuell in Verbindung mit Elektrolyten und Mineralstoffen, gleicht das Defizit wieder aus. Viele Katzen fressen in dieser Zeit ohnehin schlecht bis gar nicht, aber sollte sich Ihr Tier für Nahrungsaufnahme wieder bereit zeigen, servieren Sie Schonkost wie gekochtes Hühnchen mit gekochtem Reis, gekochten Kartoffeln oder Karotten, um den Verdauungsapparat langsam wieder zu alter Stärke zu bringen.

Natürlich muss auch die Ursache der Verdauungsstörung beseitigt werden. (…)

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie im Katzen Magazin 4/19.

geschrieben von:
Stefan Siegmann

Stefan Siegmann

Ein weiterer Fan der Feloidea, Stefan Siegmann, teilt seine Behausung, treu ergeben, mit mehreren Exemplaren der Gattung Felis silvestris catus. Als Autodidakt mit grossem Wissensdurst ausgestattet, beschäftigt er sich unter anderem mit den wissenschaftlichen Hintergründen dieser geheimnisvollen Spezies. Von einer Metaebene ausgehend, hinterfragt er kritisch jene bequemen Konstruktionen, aus denen wir uns die sogenannte «Realität» erschaffen.

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