Stressfreier Umzug mit der Katze – Auf leisen Pfoten ins neue Zuhause

In der heutigen Welt ist Mobilität gefragt und die Lebensumstände ändern sich häufig überraschend. So bleibt vielen Katzenhaltern der eine oder andere Umzug mit seinen Büsis nicht erspart. Und natürlich gibt es auch besonders erfreuliche Anlässe für eine räumliche Veränderung, wie beispielsweise eine Vergrösserung der Wohnfläche oder das bereits lange angestrebte Zusammenziehen mit dem Partner oder der Partnerin. Doch während wir uns meist tatkräftig und zielstrebig in die mit einem Wohnortwechsel verbundenen Aktivitäten stürzen, bedeuten diese für unsere Katzen vor allem eines: Stress pur!

Text: Bettina von Stockfleth

Dabei sieht am Anfang alles noch nach grossem Spass aus, denn für viele ausschliesslich in Wohnung und Haus gehaltenen Samtpfoten bedeuten die ersten Umzugsaktivitäten erstmal eine spannende Abwechslung vom Alltag. Da werden interessant riechende Kartons zu Hause aufgestellt und herrlich raschelndes Papier bereitgelegt. Beim Packen der ersten Gegenstände sind unsere vierbeinigen Mitbewohner meist Feuer und Flamme: Probesitzen und -liegen in den Umzugskisten gehört zum Standardprogramm, und auch beim Einpacken diverser Gegenstände wird mehr oder weniger ausdauernd mit Pfoten und Nase «nachgeholfen». Ausserdem kann Mieze ihre Menschen mal so richtig schön erschrecken, indem sie mit einem gekonnten Satz wie ein Springteufel aus dem neuen Behältnis hüpft.

Schluss mit lustig: wichtige Ressourcen verschwinden

Mit Ausnahme weniger sehr robuster Naturen ist jedoch spätestens dann Schluss mit lustig, wenn aus Sicht der Katzen wichtige Ressourcen verschwinden und das heimische Umfeld sich allmählich auflöst. An den vertrauten Rückzugsort auf dem Bücherregal erinnert nur noch der Schatten des Regals an der Wand, und das geliebte Sofa mit den vielen Kuschelkissen wurde bereits von laut trampelnden Fremden entführt. Dann sammelt Frauchen sämtliches Spielzeug ein – selbst die gerade wiederentdeckten, mit Wollmäusen überzogenen Artefakte, die das Katzentier doch jahrelang vermisst hat. Schliesslich der grausige Höhepunkt des Aufruhrs: Kratzbäume und Schlafhöhlen verschwinden! Einsam stehen nur noch Futter- und Wassernäpfe in den hallenden Räumen. Spielen und abendliche Schmusereien vor dem Fernseher sind ja leider schon seit Wochen passé. Die vertrauten Menschen sind entweder abwesend oder voller Hektik. Auch etwaige Katzenkumpels sind kein Trost, denn ihre Stimmung ist ebenfalls gereizt. Leider kann man den geliebten Fellnasen nicht erklären, dass es nur noch ein paar Tage sind, bis der Umzug geschafft ist…

Der Katze reicht es – ihre Seele gerät aus dem Gleichgewicht. Unsauberkeit (oft einhergehend mit einer psychogenen Blasenentzündung) und Urinmarkieren sind häufige Folgen von Umzugsstress, doch auch übertriebene Fellpflege bis hin zur Bildung kahler Stellen sowie Störungen der Nahrungsaufnahme sind mögliche Reaktionen. Im günstigsten Falle verschwinden diese Symptome wieder, sobald die Katze sich im neuen Wohnumfeld eingelebt hat, aber verlassen kann man sich darauf nicht. Die Verweigerung, das Katzenklo zu benutzen, sowie Markieren können zur Gewohnheit und stereotype Handlungen wie ständiges Belecken des Fells sogar zum selbstbelohnenden Verhalten werden, da sie beruhigen und dafür sorgen, dass der Halter der Katze mehr Aufmerksamkeit schenkt. Selbst wenn Sie schimpfen, bedenken Sie bitte, dass auch negative Beachtung eine Form von Zuwendung ist. Viele Tiere (und Kinder!) finden diese immer noch besser, als gar keine Aufmerksamkeit zu erhalten.

Die eben beschriebenen Szenarien können Ihren Tieren und Ihnen jedoch erspart bleiben, wenn Sie Ihren Umzug katzengerecht planen. Mit einer durchdachten Strategie und vielleicht ein wenig Hilfe aus der Trickkiste der Verhaltensmedizin können Sie Ihren Samtpfoten die Zeit um den Umzug herum erleichtern und für eine möglichst schnelle Eingewöhnung im neuen Heim sorgen.

Umzugsplanung mit Katzenverstand

Der Idealfall, also Zeit und Ruhe für einen Umzug zu haben, weil alter und neuer Wohnort noch ein oder sogar zwei Monate parallel bestehen, ist selten. Wenn Sie sich in dieser glücklichen Situation befinden, sollte der Wohnortwechsel mit Ihren kätzischen Mitbewohnern keine grösseren Probleme bereiten, da Sie selbst wahrscheinlich relativ entspannt sind. In solch einer Konstellation dürfte Ihre Katze am ehesten registrieren, dass ihr gewohnter Lebensrhythmus durch Ihre längere und häufigere Abwesenheit durcheinander gerät. Renovierungsarbeiten, das Aussuchen neuer Möbel sowie Behördengänge müssen schliesslich erledigt werden. Doch selbst wenn Sie hierbei entspannt bleiben, werden anhängliche Büsis nicht begeistert von Ihrem veränderten Lebenswandel sein – sie wissen ja nicht, dass es nur vorübergehend ist.

Legen Sie daher besonderen Wert auf vertraute Spiel- und Fütterungsabläufe, die Sie als «Rituale» besonders zelebrieren sollten. Katzen sind bekanntlich Gewohnheitstiere, und so geben vertraute Handlungen ihrem Alltag Struktur und wirken beruhigend auf die Psyche (ein Aspekt, der in der Humanpsychologie gut untersucht ist). Also bitte nicht schwächeln beim abendlichen Spiel mit dem Federwedel, auch wenn die Arme vom Streichen der Wände lahm sind. Geschmust werden sollte bei ausgiebiger Entspannung vor dem Fernseher ebenfalls eher mehr als weniger. Auch Ihnen selbst werden diese kleinen Auszeiten mit Ihren Tieren guttun, wenn Sie sie bewusst als solche wahrnehmen und nicht als lästige Störungen einer engmaschigen Umzugsplanung.

Fällt Ihr Umzug aufgrund der Entfernung zwischen altem und neuem Domizil, der Grösse Ihres Haushalts oder aus arbeitstechnischen Gründen unvermeidlich kompliziert und hektisch aus, kann eine möglichst gut durchdachte Strategie den geliebten Fellnasen die Umsiedlung erleichtern. Wenn Sie in mehreren Etappen umziehen, räumen Sie als Erstes die Schränke leer und bringen zunächst nur solche Gegenstände ins neue Heim, die für die Miezen wenig interessant sind. Möglichst zuletzt – idealerweise erst am Tag des Umzugs – verschwinden Liegeplätze, Kratzbäume, Näpfe, Lieblingsspielzeug und andere Einrichtungsgegenstände, die Ihren Katzen wichtig sind. Widerstehen Sie bitte auch der Versuchung, im Eifer des Gefechts vor dem Einpacken noch mal schnell Bezüge und Decken durchzuwaschen. Der vertraute Geruch hilft Ihren Tieren nämlich massgeblich, sich in der neuen Umgebung zu orientieren und einzuleben.

Raus aus der Stresszone

Wenn Sie bereits zu Beginn der Umzugsaktivitäten bemerken, dass der Stress zu gross wird, wägen Sie bitte ab, ob es nicht nervenschonender für alle Beteiligten wäre, die Büsis vorübergehend bei tierlieben Freunden, Verwandten oder in einer guten Katzenpension unterzubringen. Toll ist es natürlich, wenn die Katzen das Ausweichquartier schon kennen und mögen, aber auch eine fremde, dafür jedoch ruhige Umgebung kann weniger belastend sein als das sich auflösende alte Zuhause, in dem wildfremde Menschen plötzlich herumlärmen und liebgewonnenes Mobiliar dreist «entführen».

Falls Sie Ihre Katze nicht ausquartieren können oder möchten, wählen Sie bitte zur vorübergehenden Unterbringung ein bereits vollständig ausgeräumtes Zimmer, in dem das Tier möglichst wenig vom Umzugstrubel mitbekommt, zum Beispiel das Badezimmer. Statten Sie den Raum mit Katzenklo, Wasser und gegebenenfalls auch Futter aus. Abschliessen und sichere Aufbewahrung des Schlüssels nicht vergessen, falls Ihre Fellnase Türen öffnen kann. Bitte bringen Sie die Katzen keinesfalls schon in die neue Behausung, wenn Sie selbst noch nicht dort übernachten, selbst wenn es dort viel ruhiger ist. Sogar erfahrene Katzenhalter unterschätzen oft, wie sehr ihre Tiere an ihnen hängen, auch wenn sie es nicht immer mit «grossen Gesten» zeigen.

Reagiert Ihre Katze grundsätzlich sehr ungehalten oder ängstlich auf Eingesperrtsein, beginnen Sie bitte schon einige Tage vor dem Umzug die Katze dort zu füttern, damit der ungewohnte Ort mit einem positiven Ereignis verknüpft wird. Auch ein Pheromondiffuser kann helfen, Mieze zu beruhigen. Sollte sie trotzdem zetern und jammern, bloss nicht nachgeben, sondern ignorieren. Sie wird Ihnen ganz bestimmt verzeihen, wenn der Trubel vorbei ist. Aber können Sie sich vergeben, wenn Ihr geliebtes Tier mitten zwischen den Möbelpackern entfleucht und zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt das Weite sucht? Ein Freigang gewohntes Büsi finden Sie wahrscheinlich früher oder später ratlos vor dem leeren Haus oder bei den Nachbarn um Futter bettelnd wieder, aber reine Wohnungskatzen sind in grosser Gefahr. Der Verlust von Katzen bei Umzügen ist ein trauriger Klassiker, wie Suchanzeigen im Internet und Aushänge immer wieder bestätigen. Also bitte unbedingt «hart» bleiben.

Willkommen im neuen Zuhause

Der Einstand Ihrer Katze im neuen Heim richtet sich danach, wie wohnlich dieses bereits gestaltet ist. Das Prozedere ist ein wenig wie «Umzug rückwärts»: Tobt noch das Chaos und Sie müssen im neuen Heim renovieren, sollten auch Ihre Samtpfoten für einige Tage zunächst ein geräumiges Ein- bis Zwei-Zimmer-Quartier beziehen, in dem sie alle wichtigen Ressourcen (also Klos, Kratzbäume, Liegeflächen, Spielzeug, Futter und Wasser) vorfinden. Nehmen Sie sich auch jetzt wieder viel Zeit zum Spielen mit Ihren vierbeinigen Lieben. Körperliche Aktivität baut auch bei Tieren Stress ab. Einige Male täglich am Kratzbaum hoch und runter rasen bringt schon einiges an Entspannung. Sind alle Gefahrenquellen wie angeschlossene Sägen und Bohrmaschinen, Farb- und Kleistereimer etc. beseitigt, darf der Katzenclan natürlich auch gerne schon mal die übrigen Räume inspizieren – immer mit viel Ruhe, liebevoller Ermutigung für schüchterne Gemüter und Streicheleinheiten.

Versierten Katzenhaltern dürfte das katzengerechte Einrichten der neuen vier Wände nicht schwerfallen. Kratzbäume gehören natürlich nicht nur in Fensternähe, sondern vor allem dorthin, wo Menschen das thronende oder tobende Katzenvolk auch gebührend bewundern können. Überhaupt sind Kratzgelegenheiten in Form von Kratzbrettern und -wellen gerade in den ersten drei bis vier Monaten nach dem Umzug sehr wichtig, weil Kratzmarkieren verhindern kann, dass stattdessen Urin zum Kennzeichnen des neuen Reviers verwendet wird. Es dient in erster Linie der Selbstdarstellung und dem Stressabbau und nicht dem oft zitierten Krallenwetzen. Je eher alltägliche Gegenstände des Katzhaushalts ihren endgültigen Platz finden, desto schneller wird Mieze sich einleben.

Bei Freigängern entscheidet Ihre Intuition als Halter letztlich darüber, ab wann Ausflüge ins Freie wieder erlaubt sind. Selbst wenn das Tier bereits nach draussen drängt, lassen Sie Ihre Katze bitte in den ersten vier Wochen nach dem Wohnortwechsel lieber im Haus und versuchen Sie in dieser Zeit möglichst viel über Ihre neuen Nachbarn und deren Haustiere in Erfahrung zu bringen. Nicht jeder möchte fremde Katzen in seinem Garten haben, und nicht jeder Hund reagiert gelassen auf seinen Weg kreuzende Feliden. Klärende Gespräche vorab können Ihnen und Ihrem Büsi viel Ärger und möglicherweise schmerzhafte Erfahrungen ersparen. Auch sollte Ihre Katze sich bereits mit allen Katzenklappen im neuen Heim vertraut gemacht haben und für alle Fälle ein hundesicherer Zufluchtsort im neuen Garten vorhanden sein, bevor es wieder «auf die Piste» geht.

CHECKLISTE:

Am Umzugstag griffbereit sein sollten:

  • Ausbruchsichere Katzentransporter mit benutzten Decken und Bezügen
  • Katzentoiletten (frischer Streu gerne etwas alte zusetzen für vertrauten Geruch)
  • Für sensible Katzengemüter ein Pheromonspray zum Einsprühen der Transportboxen
  • Einige abgepackte Rationen mit dem gewohnten Futter und den vertrauten Futter- sowie Wassernäpfen
  • Bei Dauermedikation einige Rationen genau beschrifteter Medikamente
  • Eine Liste mit wichtigen Telefonnummern und Anschriften von Tierarztpraxen, Tierheimen sowie Polizeistationen am alten und neuen Wohnort

Anti-Stress-Strategie auf einen Blick

  • Spiel- und Futterrituale besonders sorgfältig einhalten
  • Streicheleinheiten und entspanntes Miteinander nicht vernachlässigen
  • Eigenen Stress vermeiden, damit es nicht zur Stimmungsübertragung kommt
  • Lieblingsspielzeug, Kratzbäume, Liegeplätze möglichst bis zum Umzugstag am vertrauten Platz lassen
  • Rechtzeitig eine sichere Transportmöglichkeit besorgen
  • Vertraute Gerüche in die neue Umgebung bringen
  • Viele Kratzflächen in der neuen Umgebung anbieten

Zusatzmassnahmen für sensible Katzen

  • Die neue Wohnstätte in den ersten vier Wochen mit Pheromonsteckern ausstatten
  • In Absprache mit Tierarzt und/oder Verhaltenstherapeutin vorübergehend leicht beruhigende Mittel geben

Hier können Sie den Artikel aus dem Magazin als PDF ansehen

geschrieben von:
Bettina von Stockfleth

Bettina von Stockfleth

Bettina von Stockfleth absolvierte ihre Ausbildung zur Tierpsychologin bei der Schweizer Akademie für Tiernaturheilkunde (ATN). Die engagierte Tierschützerin arbeitet in Deutschland, der Schweiz und Österreich als Verhaltenstherapeutin für Katzen und schreibt regelmässig für das Katzen Magazin. 2013 erschien ihr erstes Buch «Katzenkinder» im KOSMOS-Verlag, im Sommer 2015 der Tierschutz-Ratgeber «Katzen mit Geschichte» (BoD). www.mensch-und-katze.de

2 Kommentare zu “Stressfreier Umzug mit der Katze – Auf leisen Pfoten ins neue Zuhause

  1. Alice Abed el Sayed

    Sehr geehrte Bettina von Stockfleth,
    ich habe ihren Artikel „Stressfreier Umzug mit der Katze – Auf leisen Pfoten ins neue Zuhause“ mit grossem Interesse gelesen. Bei meinem letzten Umzug bin ich allerdings ganz anders mit meiner Katze umgegangen. Mein Kater ist ein echter Freigänger, der dies mit ALLEN Mitteln einfordert und sich nicht einen einzigen Tag einsperren lässt! Ich akzeptiere das.
    Da Katzen sich stark an ihrem Gehör orientieren, habe ich 14 Tage vor dem Umzug (in meiner Abwesenheit) eine bestimmte Musik CD auf Repeat laufen lassen. Er sollte lernen, dass dort, wo er das hört, sein zu Hause ist.
    Mein Umzug zog sich über zwei Tage. Am ersten Abend war ein Zimmer komplett eingerichtet, so konnte ich am nächsten Morgen, bevor die Umzugshelfer kamen, meine Katze in die neue Wohnung bringen und in den Raum sperren. Die besagte Musik lief dort und die Möbel mit den vertrauten Gerüchen waren da (auch Futter, Klo und warmes Nest, versteht sich). Er blieb dort den ganzen Tag alleine, aber gewöhnte sich schon an die ersten Hausgeräusche und konnte aus dem Fenster in den Garten schauen.
    Am Abend, nachdem die letzten Helfer gegangen waren, habe ich die Tür geöffnet und er hat den Rest der neuen Wohnung inspiziert. Etwa zwei Stunden später habe ich die Katzenklappe geöffnet. Zunächst neugierig aber vorsichtig hat er den Garten betreten. Hat in bester Katzenmanier an allem gerochen und seine Duftmarken gesetzt. Nach 20 Minuten schon war er der glücklichste Kater der Welt, hat unbeschwert Motten gejagt und seine Kreise wurden schnell größer. Ich bin dann zu Bett gegangen, die Musik lief die ganze Nacht leise durch und mein Kater lief die ganze Nacht rein und raus! Ich denke, wenn ich ihn ein paar Tage nicht raus gelassen hätte, wäre es für ihn viel stressiger gewesen. Vielleicht wäre er entwischt und dann einfach nur gerannt … So war die Atmosphäre entspannt. Durch das ausgiebige Setzen von Duftmarken, wenn sie z. B. ihren Hals an etwas reiben, verlieren sie nicht so leicht die Orientierung, sondern finden auf diesem Weg immer wieder zurück.
    Vielleicht ist meine Vorgehensweise nicht für jede Katze das Richtige, aber ich denke, wenn man sein Tier gut kennt, sollte man sich und ihm auch vertrauen können. Intuition weist dann den Weg.

    Antworten
    1. Bettina von Stockfleth

      Sehr geehrte Frau Abed el Sayed,

      mit grossem Interesse habe ich Ihre Nachricht gelesen, die einige für mich als Verhaltensberaterin spannende Fragen in den Raum stellt. Es ist sicher richtig, dass Katzen sich unter anderem stark über ihr Gehör orientieren, doch wie sie Musik wahrnehmen, ist in der Fachwelt immer noch umstritten. Nun gibt es ja zauberhafte Videos im Web, in denen Katzen sehr stark auf ihre Halter reagieren, sobald diese selbst musizieren, zum Beispiel Klavier spielen. Ob Katzen jedoch ganz bestimmte über eine Anlage abgespielte Musik – sei es ein einzelner Titel oder eine komplette CD – als für sich relevant erachten, hat meines Wissens nach noch niemand untersucht. Mein erster spontaner Gedanke war, dass Musik von den Tieren wohl meist als nicht weiter beachtenswerte Hintergrundbeschallung wahrgenommen wird. Das schliesst aber nicht aus, dass diese trotzdem im Gedächtnis gespeichert wird. Im Fall eines Verirrens in einem neuen Gebiet könnte diese Erinnerung dann als Orientierungshilfe dienen, wie Sie es auch vermuten. Auf jeden Fall eine sehr interessante Idee zur Konditionierung, die ich gerne auch mal mit Kolleginnen diskutieren werde.

      Ich danke Ihnen für diese Anregung und wünsche Ihnen im neuen Zuhause alles Gute, Ihrem Kater allzeit gesundes & sicheres Heimkommen!

      Bettina von Stockfleth

      Antworten

Ihre Meinung interessiert uns – Kommentar schreiben


Name (erforderlich)

Webseite