Entzündetes Zahnfleisch – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Zahnfleischentzündungen müssen nicht immer Folge von Zahnsteinbildung sein. Der folgende Bericht soll dazu beitragen, andere Ursachen für Zahnfleischentzündungen zu erkennen, um erkrankte Tiere frühzeitig behandeln zu können.

Dr. med. vet. St. Grundmann, Vetsuisse Universität Zürich, Kleintierchirurgie, Leiter Abt. Zahnheilkunde

Zahnfleischentzündung «Gingivitis» ist ein uns bekanntes Krankheitsbild. Sie äussert sich durch die typischen Entzündungszeichen wie Rötung, Schwellung und Schmerzhaftigkeit. Häufig bemerkt man zu Beginn nur einen geröteten Zahnfl eischsaum um die Zähne. Greifen die Entzündungsprozesse im Verlauf der Erkrankung auf den Zahnhalteapparat an Zahnhals und -wurzel über, spricht man von Parodontitis. Die wohl häufigste Ursache für Gingivitis ist die Bildung von Zahnstein. Er entsteht durch Verkalkung des Zahnbelags (Plaque) und führt zu Entzündungen des angrenzenden Zahnfleisches. Daneben sind zwei weitere häufige Erkrankungen für die Entstehung von Zahnfleischentzündungen bei der Katze verantwortlich: FORL (Feline odontoklastische resorptive Läsionen) und Chronische Gingivitis-Stomatitis.

FORL (Feline odontoklastische resorptive Läsionen)

Die heute gebrauchte Bezeichnung FORL kommt aus dem Englischen und beschreibt eine typische Erkrankung der Katze (Feline), bei der Zellen des Körpers, sogenannte Odontoklasten, durch aktiven Abbau von Zahnsubstanz Schäden am Zahn, resorptive Läsionen, verursachen. Ausgrabungsfunde beweisen, dass auch die Vorfahren unserer Hauskatze an dieser Erkrankung gelitten haben. Die Ursache für die Erkrankung ist jedoch bis heute nicht geklärt.

Bei FORL beginnt der Zerstörungsprozess des Zahnes an der Oberfläche der Wurzel und breitet sich von dort auf die Zahnkrone aus. Erst im fortgeschrittenen Stadium ist die Zahnkrone mit betroffen. Am Zahnfleischrand sind die ersten Schmelzschäden zu erkennen. Wegen ihrer Lokalisation am Zahnhals wurden sie früher auch als «neck lesions» (Zahnhalsläsionen) bezeichnet. Der Begriff «Karies» sollte nicht verwendet werden, da es sich bei dieser häufigen Erkrankung des Menschen um eine Auflösung von Zahnschmelz durch säureproduzierende Bakterien handelt, die bei der Katze nicht vorkommt.

Bei bis zu 70 Prozent der Katzen, die zur Zahnsteinentfernung vorgestellt werden, können an mindestens einem Zahn Anzeichen für FORL gefunden werden. Dabei steigt die Wahrscheinlichkeit zu erkranken mit dem Alter des Tieres. Am häufigsten betroffen sind die Backenzähne, insbesondere der 3. Prämolare des Unterkiefers.

Zu Beginn sind die Schäden an der Zahnwurzel mikroskopisch klein und erst ab einer gewissen Grösse auf Röntgenbildern erkennbar. Zu diesem Zeitpunkt zeigen betroffene Tiere keinerlei Beschwerden. Erst wenn die Schäden auf Zahnkrone oder Wurzelhöhle (Pulpa) übergreifen, können deutliche Schmerzanzeichen vor allem beim Fressen beobachtet werden. Das Futter wird teilweise bei Berührung mit den Defekten fallen gelassen, häufig fressen die erkrankten Tiere ungern und leiden unter Gewichtsverlust.

Durch Einwachsen von Zahnfleisch oder Auflagerung von Zahnstein bleiben die Schmelzschäden oft lange verborgen. Lediglich das rote, entzündete Zahnfleisch fällt auf und wird mit einer einfachen Gingivitis verwechselt. Um zu entscheiden, ob es sich um FORL handelt, werden in Narkose Röntgenbilder der betroffenen Zähne angefertigt. Darauf kann das Ausmass des Defektes festgestellt werden, weiterhin können die gleichzeitig an der Zahnwurzel stattfindenden Umbauprozesse beurteilt werden. Durch zunehmenden Substanzverlust kommt es im Endstadium zu einem Abbrechen der Zahnkrone. Die im Kieferknochen zurückbleibenden Wurzelreste werden nach und nach abgebaut und durch knochenähnliches Reparaturgewebe ersetzt.

Behandlung

Da die Erkrankung den gesamten Zahn umfasst, ist man sich heute einig, dass betroffene Zähne spätestens beim Auftreten von sichtbaren Schäden an der Zahnkrone, die in der Regel mit Schmerzen verbunden sind, gezogen werden sollten. Versuche, kleine Löcher am Zahnhals zu füllen, scheitern zwangsläufig, da der Prozess ungehindert weiter fortschreitet. Ob Reste abgebrochener Wurzeln gezogen werden müssen, wird anhand der Röntgenaufnahme entschieden. Weitgehend durch Knochengewebe ersetzte Wurzeln sind in ihren Umrissen kaum mehr erkennbar und können im Kieferknochen verbleiben. Wegen der unklaren Entstehung der Erkrankung können derzeit keine vorbeugenden Massnahmen empfohlen werden.

Chronische Gingivitis-Stomatitis

Wie der Name sagt, handelt es sich hierbei um eine Entzündung von Zahnfleisch (Gingivitis) und Mundschleimhaut (Stomatitis). Das Krankheitsbild reicht von Entzündungen, die auf den Zahnfleischrand beschränkt bleiben, bis hin zu aggressiven Formen, die sich in der gesamten Maulhöhle ausbreiten. Auch die Zunge und der Rachenraum können mit erkranken, was zu ausgeprägten Schluckbeschwerden führen kann. Eine nur Jungkatzen betreffende Sonderform der Erkrankung äussert sich durch ein Überwuchern der Zahnkronen mit Entzündungsgewebe.

Der Zustand betroffener Katzen verschlechtert sich im Verlauf der Krankheit immer mehr. Den Besitzern fällt ein zunehmend gestörtes Fressverhalten auf, das bis zur vollständigen Verweigerung des Futters führen kann. Häufig wird gleichzeitig vermehrter Speichelfluss in Verbindung mit unangenehmem Geruch aus der Maulhöhle beobachtet.

Für die Entstehung der Krankheit scheinen mehrere Faktoren mitverantwortlich zu sein. Zum einen können bei erkrankten Tieren bestimmte Viren (Caliciviren, Herpesviren) durch Abstriche in der Maulhöhle nachgewiesen werden, die als Krankheitsursache in Frage kommen. Auch die Tatsache, dass entsprechende Veränderungen durch isolierte Viren bei gesunden Tieren ausgelöst werden können, spricht für eine Beteiligung der beiden oben genannten Erreger. Weiterhin scheinen lokale immunologische Prozesse eine wichtige Rolle zu spielen. Man vermutet eine Art von Autoimmunerkrankung, d. h. eine Krankheit bei der körpereigenes Gewebe angegriffen wird. Davon abzugrenzen sind Immunschwächen durch andere Viruserkrankungen (Leukose, FIV), Nierenversagen sowie Tumorerkrankungen der Maulhöhle (Plattenepithelkarzinome), die zum Verwechseln ähnliche Krankheitsbilder hervorrufen können. Daher sollte bei allen betroffenen Tieren eine Blutuntersuchung auf das Vorhandensein derartiger Virusinfektionen sowie eine Überprüfung der Nierenfunktion durchgeführt werden. Mit der Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) können Tumorerkrankungen mit einer histologischen Untersuchung ausgeschlossen werden.

Behandlung

Anfangs werden Antibiotika in Verbindung mit entzündungshemmenden Medikamenten (meist Kortison) eingesetzt. Die Behandlung ist oft frustrierend, da die Symptome nach Absetzen der Medikamente erneut auftreten. Wegen der bei Dauerbehandlung gefürchteten Nebenwirkungen (z. B. Diabetes) ist grundsätzlich von einer jahrelangen Medikamentengabe abzuraten. Viel Interesse hat ein neueres gegen Viren eingesetztes Medikament, das Omega Interferon (Virbagen Omega der Firma Virbac) erweckt. Es wird immer wieder von Behandlungserfolgen berichtet, wobei die Therapiekosten auch wegen der langen Behandlungszeiträume sehr hoch sind. Über die Verabreichungsform ist man sich nicht einig. Ob bessere Erfolge durch direktes Spritzen in die betroffene Schleimhaut (nur in Narkose möglich) erzielt werden können, ist nicht bewiesen. In jüngster Zeit wurde das Medikament auch in Form von täglichen Gaben verdünnter Lösungen in die Maulhöhle eingesetzt, was zu einer erheblichen Senkung der Therapiekosten beiträgt. Dennoch führt eine alleinige Behandlung mit dem Medikament oft nur zu einer leichten und vorübergehenden Besserung des Entzündungsgeschehens.

Auf der anderen Seite werden gute Behandlungserfolge mit dem Ziehen aller Backenzähne erreicht. Zu diesem Schritt sind viele Tierbesitzer erst nach langen erfolglosen medikamentösen Behandlungen bereit. Immerhin können damit über 30 Prozent der Fälle geheilt werden. Weitere 30 bis 40 Prozent zeigen eine deutliche Besserung und kommen ohne oder mit deutlich geringeren Mengen an Medikamenten aus. Bei den verbleibenden 20 bis 30 Prozent kann auch damit keine Verbesserung erzielt werden. Beim Ziehen der Zähne ist es wichtig, dass dabei alle Zahnwurzeln vollständig mit entfernt werden. Zurückbleibende Reste können den Behandlungserfolg deutlich beeinträchtigen. Trotz fehlender Backenzähne zeigen die Tiere nach Abheilung der Schleimhaut eine weitgehend ungestörte Futteraufnahme. Viele Tiere fressen bereits wenige Tage nach dem Eingriff besser als zuvor. Selbst Trockenfutter wird ohne Probleme aufgenommen.

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33 Kommentare zu “Entzündetes Zahnfleisch – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

  1. Angela

    Der Artikel über chronische Stomatitis/Gingivitis ist sehr interessant. Ich habe vor 3 Wochen eine Katze aus dem Tierschutz übernommen, die diese Erkrankung hat und bisher nicht weiter behandelt wurde. Morgen ist ihre Zahnsanierung. Durch diese Informationen, die ich hier schon bekommen habe, denke ich, dass ich richtig entschieden habe, dass ihre Backenzähne gezogen werden sollen. Ich habe da viele Fragen und einige wurden nun schon beantwortet. Vielen Dank!

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  2. Katrin

    Letztes Jahr habe ich genau das selbe mit meiner Katze durch gemacht, sie hat zwei Monate unerträglich gelitten. Ich war gezwungen sie einschläfern zu lassen, was mir bis heute noch weh tut. Es ist unheilbar!

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    1. Conny

      Hallo Katrin ! Tut mir so leid für Dich und Deine Katze ! Hast Du ihr die Zähne sanieren lassen ? oder ziehen ?

      habe gerade das Problem mit einem Findelkind 🙁
      liebe Grüße Conny

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  3. Monika Jansen

    Ich habe das Problem auch mit einer jungen Katze.Zähne würden gezogen,keine Besserung. Schmerzmittel gehen auf die Nieren ; nun versuche ich es mit Naturheilkunde :hat aber bis jetzt keinen Erfolg.Die Kleine tut mir so leid,weiss momentan nicht wie es weitergeht.

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    1. Barbara Lupus

      Hallo Monika, mache das gleiche auch zur Zeit mit einem jungen Kätzchen mit. Hattest du Erfolg mit der Naturheilkunde?
      Gruss
      Barbara

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  4. Petra

    Unsere Bkh macht dieses auf und ab bereits seit 6 Jahren mit. Juni 2011 wurden die ersten Zähne gezogen , Antibiotisch versorgt. Das brachte genau ein Jahr ruhe. Juli 2012 wurden die nächsten Zähne gezogen ,der Rest poliert – Antibiotikum – bis Januar 2014: da wurde ALLES bis auf drei Fangzähne ( der vierte war locker) gezogen und während der Narkose Interferon in die Maulschleimhaut gespritzt . Ein Fläschchen ( mit Pipette ) fertige Lösung habe ich zur Fortführung mitbekommen .Jeden Tag ein tropfen. Diese Therapie brachte jetzt zumindest Zweieinhalb Jahre ruhe. Morgen muß ich wieder mit ihr zu TA und hoffe das die drei Zähne drin bleiben können weil Sie die Narkose unglaublich schlecht verträgt.

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  5. sandra

    bei meinem kater, ca. 14 jährig wurden bis auf die beiden unteren vorderzähnchen alle zähne gezogen aber er hat trotzdem immer wieder zahnfleischentzündungen im hinteren rachenraum.
    täglich 8 tropfen cortison (prednisolon) verzögern die entzündung für ein paar wochen aber ca. alle 3 monate braucht es dann wieder eine depotspritze damit es abheilt. was für andere möglichkeiten gibt es um einen dauernden oder zumindest länger anhaltenden entzündungsstopp zu erreichen?

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    1. Sandra Süess

      Liebe Sandra
      Ohje, Ihr armer Kater. Ich kann verstehen, dass Sie mit der momentanen «Lösung» nicht glücklich sind. Sprechen Sie doch Ihren Arzt darauf an und fragen Sie ihn nach Alternativen oder lassen Sie sich an einen Spezialisten überweisen. Vielleicht möchten Sie es aber auch einmal mit alternativer Medizin, z.B. mit Homöopathie versuchen?

      Ich wünsche Ihnen und Ihrem Kater alles Gute und viel Glück!
      Sandra, KM-Redaktion

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    2. Verena

      Anscheinend fördern die Depotspritzen die Abhängigkeitvon Kortison und werden deshalb heute kaum noch zur Dauergabe verwendet. Der Körper produziertdurch nach den Spritzen bzw. dem dauerhaft hohen Kortisonspiegel immer weniger eigenes Kortison. Ich habezweiTierärztedanach gefragt, weil meine Katze nicht immer Lust auf die Tablettenhat. Beide haben dringend davon abgeraten. Meine Katze bekommt es jetzt als Tabletten abends. Sie wird damit vielleicht nicht uralt aber die lebensqualität ist gut.

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  6. Ingrid

    Mein Main Coon Kater hat diese Krankheit, er ist im März zwei Jahre geworden. Angefangen hat es vor 1 Jahr.erst hatte er entzündete Augen, dann war das Zahnfleisch entzündet. Allemöglichen Medikamente hat er bekommen, Euphorbium Compositum, Vibac Cyclavace, Virbagen Omega, Curtison und und.
    Alternative Medizin vom Heilprakter. Vor einigen Wochen wurden die oberen Backenzähne gezogen. Jetzt Hat der Tierarzt Interferon in den Rachen gespritzt und ich musste ihn anschließend 10 Tage eine Ampulle ins Maul spritzen.
    Es wird aber immer schlimmer und ich denke es wäre für ihn besser, wenn ich ihn über den Regenbogen gehen lasse.

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  7. Petra Wallad

    Oh man bei mrinem Kater besteht auch der verdacht mit Verbindung von fiv…
    Und wenn ich das hier lese, muss ich sagen bestätigt sich der Verdacht,lass ich ihn gehen….Quälerein möchte ich ihm ersparen….

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    1. Verena

      Meine Katze hat auch seit eineinhalb Jahren entzündetes Zahnfleisch, FIV und Caliciviren. Aber mit Cortison ging es ihr ein Jahr lang gut. Mittlerweile hat es sich leider verschlechtert und jetzt sind die Zähne draußen, in der Hoffnung das Cortison nicht erhöhen zu müssen oder es sogar reduzieren zu können. Ob das geht wird sich zeigen. Aber einschläfern ist wegen dieser Diagnose noch lange nicht nötig. Mit viel Cortison und FIV werden die Tiere vielleicht nicht alt aber ein paar Jahre ohne Quälerei sind durchaus möglich.

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    2. Christ

      Oje😢mein Kater 15 Jahre hat es auch,Zähne würden gezogen und ständig ist es entzündet,er bekommt Tbl.aber es kommt immer wieder,es tut mir in der Seele weh ihn immer wieder leiden zu sehen😢😢😢😢was soll ich nur machen😞

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  8. Nina

    Ich bin erschrocken darüber wie leichtfertig manche sagen „dann muss das Tier erlöst werden“! Natürlich sind Zahnprobleme schmerzhaft und schwächen den gesamten Körper, aber wenn nichts anderes gegen die Entzündungen hilft kann man die Zähne immer noch ziehen. Eine Katze kann auch ohne Zähne viele Jahre lang glücklich leben. Das allein ist kein Grund sie über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen!

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    1. Christa Gall

      Hallo !

      Ich habe vor 2 Tagen die sehr schmerzliche Erfahrung machen müßen das ein Tierarzt meiner Merle nicht geholfen hat. Er hat meine Merle abgeschrieben. Sie wurde nur 5 Jahre alt. Den Tierarzt werde ich verklagen. Er hat Zähne gezogen und keine weitere Behandlung mit Antibiotika durchgeführt.
      Er hat nichts geröngt und garnichts. Er sagte zu mir versuchen Sie Ihr Glück ich werde nichts mehr machen.

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    2. Juditha Jörger

      Ich denke nicht dass Sie eine Katze mit so einer Krankheit haben – wir reden geau von Glücklich leben. Sie hatten Sicher schon mein eine Fieberblase und oder eine Entzündung im Mund (After/Angina) . Sie müssen sich sowas über das ganze Innenmaul verbreitet vorstellen . Zahnfleisch, Zunge, Gaumen – tiefrot bis violett – es blutet – die Katze speichelt stark und es stinkt fürchterlich aus dem Maul. Die Katze kann nur unter grossen Schmerzen fressen und schlucken – es gibt keine Heilung – Zähne reissen hilft nur bedingt … solange die Katze noch gerne zum Fressen kommt, und am täglichen Leben teilnimmt, kann man es noch ertragen sie so zu sehe, sollte dies nicht der Fall sein, wäre es Tierquälerei sie nicht einzuschläfern – sprich das Leiden zu verlängern – WER TUT DAS BITTE SCHON GERNE – was ist den für Sie ein Grund? Schliesslich entscheidet man dies nicht alleine – der Tierarzt unterstützt diese schreckliche Entscheidung. Alles sehr traurig. Ich habe zwei 14 Jährige Katzen und die Behandlung ist nun schon 3 Jahre in vollem Gange (2-3 Monate Antibiotika/Kortison/Schmerzmittel per Spritze). Ich überlege mir oft sie zu erlösen – aber zur Zeit fressen sie noch und lassen sich gerne verwöhnen …. schau ma mal

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      1. Bea

        Bei wie vielen Tierärzten waren Sie? Es ist wichtig sich von mehrerem Ärzten Meinungen zu holen .

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    3. Jetlsja

      Hast du nicht gelesen dass trotz gezogener Zähne die Entzündung immer wieder kommt?

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    4. Petra Maulbetsch

      Sehr gut geschrieben. Auf den Punkt gebracht 👌 Meiner drei jährigen BKH wurden 13 Zähne gezogen. Es geht ihr richtig gut. Das Zahnfleisch ist ab und zu gerötet. Zwei mal die Woche Frischfleisch und es ist wieder weg. Regenbogenbrücke niemals wegen den Zähne. Den TA vielleicht mal wechseln.

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  9. Julia

    Was heißt, „er hat meine Kerle abgeschrieben. Sie wurde nur 5 Jahre alt“? Wurde sie etwa eingeschläfert, oder wie?
    Meine 1-jährige Katze hat leider auch ständig Entzündungen am Zahnfleisch und Kiefergelenk. Mehrere AB-Behandlungen haben nicht effektiv geholfen. Geröntgt wurde sie nicht, Zähne wurden auch bisher nicht entfernt. Cortison haben wir aus den bereits genannten Gründen nicht angefangen (bremst die Entzündung, beseitigt aber die Ursache nicht). Als Ursache vermutet meine Tierärztin KatzenHerpes und diverse Unverträglichkeiten. Versuchen es jetzt mit Interferon, irgendwelchen Globuli die den Herpesvirus dämpfen (handschriftlich aufs Tütchen geschriebener Name kam ich nicht richtig lesen) und DAO als Antihistaminikum. Dazu versuchen wir es mit Bioresonanztherapie. Weg ist es noch nicht, aber wenigstens frisst sie wieder Nassfutter. Hoffe, es geht weiter vorwärts.
    Gebt Eure Katzen bitte nicht so schnell auf! Selbst mit Cortison/Prednisolon isses doch besser als „über die Brücke schicken!“ Meine alte vorherige Katze war über Jahre wegen chronischer Darmentzündung auf Prednisolon. Einige auf und abs, Cortison doof, ja, aber wir hatten wenigstens noch einige schöne Jahre zusammen!

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  10. Jule

    Selbst mit Cortison/Prednisolon kann eine Katze noch viele Jahre glücklich leben ohne dass sie gleich eingeschläfert wird (meine alte Maus hatte chronische Darmentzündung und musste Jahrelang Prednis nehmen).

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  11. Michael

    Hallo, ich habe ebenfalls das Problem, dass einige meiner Katzen Probleme mit gingivitis haben. Bei meinem Noah hat sich die Entzündung trotz gezogener Backenzähne noch verschlimmert. Ohne Kortison ist er maximal 1-2 tage schmerzfrei. Ich suche also verzweifelt nach einem „Wundermittel“ das ihm hilft. Deshalb meine Frage an euch : Hat jemand erfahrungen mit Traumeel bei gingivitis ?

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    1. Cornelia

      Hallo Michael,
      einer meiner Kater hat auch Zahnfleischentzündung. Ob es Gingivitis ist oder FORL, weiss ich noch nicht, da wir bei den bisherigen Tierärzten weder eine verlässlich Diagnose geschweige denn eine entsprechende Behandlung bekommen hatten. Nächste Woche haben wir einen Termin bei einem Zahntierarzt mit Labor, Röntgen und z.T. Zahnziehen.
      Traumeel hatte ich versucht, da es in vielen Foren schon fast als „Wundermittel“ gehandelt wurde.
      Bei meinem Kater hatte ich allerdings den Eindruck, dass es sich verschlechtert hatte und daraufhin die Behandlung abgebrochen.

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    2. Vera

      Hallo,
      unser alter Kater der uns vor drei Jahren zugelaufen ist, hat auch eine chronische Zahnfleischentzündung. Bemerkt haben wir es im August 2018, seitdem ist er in Behandlung. Gleich beim ersten Tierarzbesuch haben wir uns für eine professionelle Zahnreinigung entschieden, die aber leider diletantisch ausgeführt wurde. Nach Absetzen des Antibiotikums und der Entzündungshemmer kam die Zahnfleisentzündung wieder. Wir haben danach einen anderen Tierarzt zu Rate gezogen und dieser hat uns in eine Tierklinik mit einem Zahnlaser überwiesen, die die Zähne professionell entfernen können. Die behandelnde Ärztin weigerte sich alle Backenzähne zu entfernen, da sie gesunde Zähne nicht entfernen darf. Also wurden 5 kranke Backenzähne gezogen und die Zähne noch einmal professionell gereinigt. Das war am 25.01.2019. Genau eine Woche später zeigten sich bei der Nachuntersuchung wieder die ersten Entzündungen. Jetzt möchte die Ärztin doch auch die gesunden Zähne noch entfernen. Mittlerweile glaube ich dass auch das nicht hilft und werde ihm das ersparen.

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  12. Dana

    Ich habe drei ehemalige Streunerkatzen (nun Wohnungskatzen, einer blind, die anderen alt) die alle das Problem mit Zahnfleischentzündung haben. Zahnsanierung hat nicht geholfen, Zähnchen wurden auch gezogen und diverse Mittelchen für’s Wasser halfen auch nicht. Wir haben auch eine kleine zierliche Streunerin im Garten, nicht so zahm das sie ins Haus wollte, aber draussen in ihrer Hundehütte ist sie glücklich.

    Vor 5 Jahren lief sie uns verletzt zu und wir haben sie behandeln lassen, sie später kastrieren und komplett untersuchen lassen. Der Tierarzt hat ihr komplett alle Zähne (ausser Fangzähne) gezogen weil alles vereitert war. Er hat uns damals versichert, das die Katzenkiefer so stark sind, das eine Katze auch ohne Zähne jagen und fressen kann. Wir wollten es nicht glauben, aber sie ist immer noch die grösste Mäusejägerin überhaupt, schleppt auch schon mal eine Schlange aus dem naheliegenden Wald an. Bevor sie diese auffuttert, zeigt sie mir kurz ihren Fang. Leckere, harte Knusperleckerlies liebt sie über alles, beisst alles kurz und klein – ohne Zähne.

    Mittlerweile verabreiche ich allen kurmässig und bei akutem Bedarf Traumeel Tabletten und siehe da, generell entstehen Entzündungen, wenn überhaupt, nur noch wenn das Immunsystem durch Erkältung geschwächt ist. Also ich würde erst einmal alles andere versuchen, bevor ich mit Hämmern wie Kortison an die Geschichte rangehen würde. Mein Tierarzt verschreibt auch gerne Chemiekeulen, aber nachdem ich persönlich so positive Erfahrungen mit Naturarzneien gemacht habe, probiere ich immer erst diese aus. Falls sie nicht wirken würden, würde ich selbstverständlich auch wieder Antibiotika etc. verwenden, doch bisher war das nur bei Notfällen von der Strasse der Fall.

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    1. Sibylle

      Wie dosierst du Traumeel Tabletten? Wuerde mich fuer meine einjaehrige Katze auch interessieren. Der TA hat vor einer Woche die Diagnose gestellt, als ich wegen einer Wunde am Kopf dort war. Komischerweise wurde bei den Kontrolluntersuchungen im Oktober und Juni lezten Jahres nichts festgestellt, obwohl das arme Ding schon immer Mundgeruch hatte und ich das auch spezifisch erwaehnt hatte. Zugenommen hat sie schon seit Monaten nicht mehr wirklich.

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  13. Kathrin

    Chronische Gingivitis komplett geheilt !
    Bei unserer Katze ist die chronische Gingivitis durch Vitamin C komplett verschwunden, setzen wir das Vit C ab, kommt die Krankheit nach ein paar Wochen zurück. Nichts anderes hat geholfen, höhere Vit C Gaben werden bei derselben Symptomatik auch beim Menschen empfohlen. Wir geben unserer Katze das Vitamin C in Tabletten- oder Kapselform, weil ich mit der Gabe kein Problem habe… die tägliche Dosis liegt bei uns bei 80 bis 100mg Ascorbinsäure, die Katze wiegt knappe 5kg. Einige Seiten und Tierärzte empfehlen sogar 500mg und mehr, aber das ist uns langfristig zu heikel und die geringere Dosis ist bei unserer Katze völlig ausreichend. Wir nehmen jetzt auch oft Kombipräparate mit Gelée Royal oder Propolis und wechseln ab. Die Wirkung setzte bei uns bereits nach 1 bis 2 Wochen ein, das Zahnfleisch ist jetzt komplett abgeheilt, die Katze fühlt sich sehr wohl. Und alle Zähne sind ihr geblieben. Unbedingt probieren, die Tabletten kann man, wenn man geübt ist, geben wie beim Hund, zuvor in Wasser anfeuchten, dann flutschen sie besser. Denn Ascorbinsäure schmeckt leider sehr sauer…

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    1. Jutta

      Hallo Katrin
      Mich interessiert was für Vit. C du für die Katze gekauft hast. Bin eben vom Tierarzt gekommen mit der Diagnose Zahnfleischentzündung beim 8 Monate alten Maine Coon Kater

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    2. serap

      Hallo Kathrin,
      hört sich ja toll an.Welches Kombipräparat nimmst du? Wie verabreichst du das Vit. C?Habe auch mal über die ( sinnvolle) Gabe von Vit. C bei kranken Katzen gelesen.
      Meine Katzen haben auch Probleme mit dem Zahnfleisch.
      Lieben Dank!!
      Serap

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    3. Janine

      Hallo!
      Wie heißen denn die Präparate, die Du fütterst??
      Mein Kater hat leider auch chronisch entzündetes Zahnfleisch..
      Würde mich über eine Antwort sehr freuen!
      Lieben Gruß
      Janine

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    4. Iris

      Hallo Katrin,
      vielen Dank für Deinen tollen Beitrag. Bin ziemlich ratlos bei unserem Kleinen und werde Deinen Ratschlag befolgen.

      Werde Dir berichten, hoffe erfolgreich zu sein

      Antworten
  14. Katrin

    Liebe Katzenfreunde!

    Es gibt doch verschiedene homöopathische Mittel, die gut bei Zahnfleischentzündung helfen:

    -Citrokehl Ampullen bei zu Blutung und Entzündung neigendem Zahnfleisch ( frei verkäuflich, einfach ins Trinkwasser);
    -ReVet H 24 ( auch RV24) Globuli (PZN:3703038) bei Rötung, Schwellung und Läsionen des Zahnfleisches. Man kann die Globuli einfach über das Nassfutter streuen oder in Wasser aufgelösst 15 Kügelchen in einer 2. kleinen Kompottschale bereit stellen
    -Mercurius solubilis D 12 Globuli in Wasser aufgelösst bereit stellen, wenn die Katze sehr stark aus dem Mäulchen riecht
    -wenn das nicht hilft, dann Lachesis D 12 Globuli in Wasser aufgelösst in einer 2. Schale bereit stellen (meist ist eine Infektion vorhanden, die Katze positiv oder das Zahnfleisch bläulich)

    Im Tierheim El gato Andaluz http://www.gatosdelalinea.com wird das auch so seit 6 Jahren erfolgreich getan.

    Kortison unterdrückt eine Weile, dann kommt das Problem zurück. Mit den hom. Mitteln kann die Katze sich meist wieder komplett heilen.

    Der Hinweis zu Vitamin C ist gut. Katzen können auch VItamin C selber bilden.Vielleicht reicht die Eigenkapazität bei Stress oder aufgrund des Alters nicht mehr aus. Dann kann man den Versuch starten. Auch Coenzym Q 10 oder Propolis-Pulver helfen sehr gut. Propolis und Kolloilades Silber auch bei VIren.
    In Deutschland gibt es über amazon ein “ Immuntonicum“ für Katzen. Wenn man die Bewertungen liest kann man von anderen Katzenbesitzern erfahren, dass das Mittel selbst pos. getesteten Katzen bei Zahnfleischproblemen sehr gut geholfen hat. Also bringt es auch was, die Immunabwehr zu verbessern.

    Auch Schüssler-Salzen können helfen, siehe : http://www.schuessler-compendium.de für Tiere;
    Symptome eingeben, Schüssler-Salze für die Indikation finden.

    Lasst bitte die FInger von Kortison und Antibiotika, davon wird es meist nur chronisch.

    Wünsche euch viel Erfolg!
    Katrin

    http://www.gatosdelalinea.com

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  15. Andreas Saturna

    Hallo liebe Katzen Freunde, mein Main Coon Kater wird im November 2019 6.Jahre alt! Was mich sehr überrascht hat war, das er nicht aus dem Maul gerochen hat, eigentlich war ich wegen Kletten im Fell an den Hinterläufen beim Tierarzt und wollte nur nach schauen lassen ob er Zahnstein hat! Ich war sehr erstaunt als der Tierarzt mir die Entzündungen zeigte! Jetzt am 18.06 werden meinem Gandalf die Zähne gezogen! Jetzt habe ich echt sorge vor dem was noch auf uns zu kommt!

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